Warum?

Alles begann im Frühling 2017, als eine zugezogene Musikerin die Fühler in die südostbayerische Kunstwelt ausstreckte. Sie rief die ZEITFORM ins Leben, die erste offene Bühne, die wirklich keine Grenzen kennt und damit einmalig im Berchtesgadener Land, wenn nicht in ganz Deutschland ist.

Der Widerstand war anfangs groß: Was, am Mittwoch? Da kommt doch keiner. Was, jeden Monat? Das läuft sich doch sofort tot. Doch das Gegenteil war der Fall, an künstlerischem Potenzial mangelt es der Region nämlich wirklich nicht. Mittlerweile reisen die Künstler sogar aus Salzburg und Tittmoning an, um dabei zu sein. Profis probieren neue Werke aus oder der Typ, der vorhin noch beim Bäcker hinter einem in der Schlange stand, steht plötzlich auf der Bühne. Alle wissen das familiäre Umfeld zu schätzen, in dem man sich nach dem Gig mit allen locker unterhalten kann. Zudem trägt die ganze Stadt nicht nur durch Beiträge zum Gelingen bei: hier mal eine Leinwand verleihen, dort die Sanduhr schreinern lassen, … und wollt ihr hier nicht ein Plakat aufhängen? Zudem gibt es zwar ein ebenfalls ehrenamtlich gestaltetes, festes Logo, doch das Design der monatlichen ZEITFORM-Plakate obliegt jeden Monat einem anderen Künstler, so dass sich die Region nicht nur in der Bühnenkunst, sondern auch visuell widerspiegelt.

Das dreitägige ZEITFORM Special verlagerte dann Anfang September 2018 die offene Bühne als kuratiertes Programm vom Laufener Café Contrast auf etwas höhere Bretter, nämlich in die städtische Kleinkunstbühne.